Welche Zukunft hat das Wettmonopol in Deutschland?

Nach dem Urteil des europäischen Gerichtshofs wurde das Wettmonopol zum Streitpunkt. Endlich scheint bezüglich der Frage des neuen Glücksspielrechts eine Annäherung in Sicht zu sein.

Nach dem Urteil des europäischen Gerichtshofs wurde das Wettmonopol zum Streitpunkt. Endlich scheint bezüglich der Frage des neuen Glücksspielrechts eine Annäherung in Sicht zu sein.

Bislang konnten sich die Ministerpräsidenten der einzelnen Länder nicht über das neue Glücksspielrecht einigen. Die von der SPD regierten Länder machten sich bisher strikt gegen eine Öffnung des Markts für private Wettanbieter stark.

Bei einem erneuten Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin soll ein Kompromiss vorgeschlagen worden sein, nachdem Deutschland in drei Gebiete aufgeteilt werden soll. In jedem dieser Gebiete soll jeweils ein privater Anbieter für Sportwetten mit Lizenz zugelassen werden. Diesen drei Anbietern würde erlaubt werden Sportwetten in Geschäften und im Internet anzubieten.

Live-Wetten für laufende Ereignisse sollen weiterhin verboten bleiben. Diese Idee der regionalen Monopole soll einen Wettbewerb zwischen den Privaten verhindern, der Spielsucht fördern würde.

Eine zentrale Glücksspielaufsicht soll diese privaten Wettfirmen kontrollieren und alle Sportwetten sollen für eine strikte Kontrolle über ein „zentrales staatliches Rechnersystem“ geleitet werden. Gegen illegale Wettanbieter soll wirksam, wahrscheinlich mit harten Strafen vorgegangen werden. Den Gerüchten zufolge soll auch ein striktes Werbeverbot im Netz von den Internetanbietern durchgesetzt werden.

Bisher konnten die Ministerpräsidenten zu keiner Einigung kommen, da einige Länder eine viele größere Öffnung des Wettmarkts vorsehen. Demgegenüber möchten andere das Staatsmonopol nicht aufgeben. Den Ländern wird jedoch nichts anderes übrig bleiben als zu einer Einigung zu kommen, denn die privaten Anbieter werden auch gerichtlich versuchen ihre Rechte einzuklagen.

Den Ministerpräsidenten müsste nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs klar sein, dass sich ein Staatsmonopol nicht halten lässt. Auch der Deckmantel des Kampfs gegen die Spielsucht der die Begründung für das Staatsmonopol sein soll, überzeugt keinen wirklich. Im Grunde wissen alle, hier geht es um Geld und die Leidtragenden sind die deutschen Bürger, denen keine freie Entscheidung bezüglich der Sportwetten gegeben wird.

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